Shot & Match

Shot Match

Meet through photography

Shooting. Und vielleicht ein Date.

Zehn Menschen, ein Fotowalk durch Berlin. Fünf mit Kamera, fünf davor. Am Ende hat jede und jeder Bilder.

Ich wäre dabei

10 Plätze frei

15 Euro · zehn Plätze · kein Dating nötig

Berlin 52.5200° N, 13.4050° E Roll 001 10 frames 0 exposed

Fünfzehn Minuten lang schaut dich jemand an und gibt sich Mühe, dich richtig zu treffen. An einem Abend tun das vier Menschen.

01Das Problem

Alle sind online. Niemand ist im Raum.

Fotografinnen und Fotografen posten ihre Arbeit und hoffen. Models scrollen durch Anfragen von Fremden. Alle sind für Tausende sichtbar, und niemand trifft irgendwen.

Daran ist niemand schuld. Ein Feed ist zum Anschauen gebaut, und Anschauen ist nicht dasselbe wie Kennenlernen. Das wird auch nicht besser, wenn man länger hinschaut.

Der einfachste Ausweg ist rausgehen. Mit einer Kamera und mit Leuten, die dasselbe vorhaben.

  • Post
  • Scroll
  • Like
  • Repeat

02Die Zehn

Zehn Menschen. Ein Walk.

10Plätze frei

Contact sheet 001 5 hinter der Kamera 5 davor 5 Frauen 5 Männer Unexposed

Fünf bringen eine Kamera mit. Fünf stellen sich davor. Niemand braucht ein Portfolio, Reichweite oder einen Plan. Du brauchst drei Stunden und die Bereitschaft, dich einmal richtig anschauen zu lassen.

Für den Fotografen, der im Park gut ist und in einer Bar nutzlos. Für das Model, das keine Lust mehr auf Shootings mit Leuten hat, die ein Algorithmus ausgesucht hat. Und für alle, denen es leichter fällt, zusammen etwas zu tun, als sich gegenüberzusitzen und zu reden.

Zehn ist keine Marketingzahl. Es ist die größte Gruppe, in der noch alle alle treffen.

Die Plätze sind doppelt aufgeteilt: fünf hinter der Kamera und fünf davor, fünf Frauen und fünf Männer. Ist dein Kontingent voll, kommst du auf die Liste für den nächsten Walk. Sonst melden sich zehn Fotografen an und keiner steht vor der Kamera, und dann ist es kein Walk, sondern ein Stammtisch.

Und das hier versteht man erst, wenn man es erlebt hat: Fünfzehn Minuten lang schaut jemand nichts an außer dich und gibt sich Mühe, es richtig zu machen. An einem Abend tun das vier Menschen. In einer Bar tut das niemand.

03Für wen

Zwei Seiten, ein Abend.

Du mit Kamera

Du kannst fotografieren, aber im Gespräch mit Fremden bist du nicht der Held.

  • Bring mitEine Kamera. Welche ist egal, ein Telefon zählt auch.
  • Du bekommstVier Menschen vor der Linse, vier Aufgaben, vier Lichtsituationen. Am Ende hast du mehr Material als in den meisten bezahlten Shootings.
  • Und OrteDie Route hat vier Stationen und ist vorher abgelaufen. Vier Spots, die du allein so nicht gefunden hättest. Für viele ist das der eigentliche Grund mitzugehen.
  • Nicht nötigPortfolio, Reichweite, Erfahrung, teure Ausrüstung.
  • Und ehrlichDu musst niemanden anmachen. Du musst fotografieren. Das ist der ganze Job.

Du davor

Du wolltest immer mal gute Bilder von dir, aber nicht für Geld und nicht mit Fremden aus dem Internet.

  • Bring mitDich. Zwei Sachen zum Wechseln, wenn du magst.
  • Du bekommstVier verschiedene Handschriften auf dasselbe Gesicht, an einem Abend. Vier Menschen, die sich Mühe geben, dich gut zu treffen.
  • Nicht nötigPosen können, Erfahrung, eine bestimmte Größe, ein bestimmtes Alter.
  • Und ehrlichDu entscheidest, was mit den Bildern passiert. Ohne dein Ja geht keins irgendwohin.

Fünf und fünf · du sagst bei der Anmeldung, auf welcher Seite du stehen willst

04Der Walk

Vier Runden. Jedes Mal jemand anderes.

Runde 01 von 04

Portrait

Alle treffen vier Menschen

Fünf hinter der Kamera · fünf davor · du wählst bei der Anmeldung, auf welcher Seite du stehst

Angestrebt sind fünf Frauen und fünf Männer. Ob das aufgeht, steht erst am Abend fest, denn niemand weiß vorher, wer wirklich kommt. Wenn eine Seite eine Person kürzer ist, hat in einer Runde jemand frei und schaut zu. Das ist kein Drama, das ist ein Fotowalk.

Deine Nummer bekommst du beim Ankommen

Wer da ist, zieht eine Karte mit einer Nummer. Vorher steht nichts fest, denn vorher weiß niemand, wer wirklich kommt. Anmeldungen sind keine Menschen, die vor dir stehen.

Danach braucht es keine Zuteilung mehr, nur eine Regel: Wer die Kamera hat, bleibt. Wer davor steht, geht nach jeder Runde eine Position weiter. Das war es. Vier Runden, vier verschiedene Menschen, und niemand muss nachschauen, wo er hingehört.

Auf der Rückseite steht eine Frage, die in jeder Runde dieselbe ist. Sie ist dafür da, dass ihr nicht bei null anfangen müsst, während ihr euch einrichtet. Wer nicht weiß, wie er anfangen soll, fängt damit an.

Shot & MatchBerlin 001

003

Hinter der Kamera

Du bleibst stehen.
Dein Gegenüber wechselt.

  • R1Portrait
  • R2Street
  • R3Karte
  • R4Golden hour

Beispiel · such dir oben deinen Frame aus

  • R01 Portrait

    Aufgabe: ein Bild, auf dem dein Gegenüber nicht in die Kamera schaut. Klingt einfach, ist es nicht, und genau deshalb redet ihr dabei.

    15 min
  • R02 Street

    Aufgabe: ein Bild, auf dem die Stadt größer ist als der Mensch. Ihr lauft, ihr redet, ihr sucht die Stelle gemeinsam.

    15 min
  • Pause Kaffee

    Fünfzehn Minuten nichts. Zwei Runden sind vorbei, zwei kommen noch. Wer will, zeigt schon mal, was er hat.

    15 min
  • R03 Creative

    Aufgabe: ihr zieht eine Karte. Was draufsteht, macht ihr. Die Karte entscheidet, nicht ihr, und das nimmt den Druck raus.

    15 min
  • R04 Golden hour

    Aufgabe: das eine Bild, das ihr behalten wollt. Das Licht macht die Arbeit, ihr müsst nur noch da sein.

    15 min
  • Ende Tisch

    Alle sitzen, alle zeigen. Das ist der Teil, den niemand plant und an den sich danach alle erinnern. Hier lernt man sich wirklich kennen, nicht beim Fotografieren.

    offen

Vier Partner · vier Stationen · etwa drei Stunden · danach bleibt, wer mag

Die Route wird vorher abgelaufen und hat vier Stationen, eine pro Runde. Bekannte Ecken und welche, an denen man sonst vorbeiläuft. Wo genau, steht erst kurz vorher fest, damit die Orte nicht schon voller Menschen sind, wenn wir ankommen.

05Was bleibt

Alle gehen mit Bildern nach Hause.

Das ist das Einzige, was der Abend wirklich verspricht. Kein Match, keine Nummer, keine Geschichte zum Erzählen. Bilder von dir, gemacht von jemandem, der sich fünfzehn Minuten Mühe gegeben hat, dich richtig zu treffen. Und das vier Mal.

Die Fotografinnen und Fotografen gehen ebenfalls mit Arbeit nach Hause. Vier Menschen, vier Runden, vier verschiedene Lichtsituationen. Das ist ein besserer Abend als die meisten bezahlten Shootings.

Und das hier gibt es sonst nirgends: vier Fotografen sehen an einem Abend dieselbe Person, und keiner sieht sie gleich. Am Ende hast du vier Handschriften auf dein eigenes Gesicht. Die meisten Menschen haben so etwas ihr Leben lang nicht.

  • 01Alle bekommen die Dateien aus ihrem eigenen Abend. Die hinter der Kamera genauso wie die davor.
  • 02Keine Nutzungsrechte-Falle, kein Vertrag, keine Rechnung. Ihr habt zusammen fotografiert, die Bilder gehören euch zusammen.
  • 03Nichts wird irgendwo veröffentlicht, bevor die Menschen darauf zugestimmt haben.
  • 04Die 15 Euro sind kein Ticketpreis, sondern eine Zusage. Bei kostenlosen Terminen kommt die Hälfte der Angemeldeten nicht, und bei zehn Plätzen ist die Hälfte der Abend.

06Und vielleicht

Alles andere ist freiwillig.

Die meisten kommen wegen der Bilder. Das ist der normale Grund.

  • 01Am Ende steht eine leise Frage: Gibt es jemanden, den du wiedersehen möchtest? Du kannst Namen nennen, niemanden nennen, oder die Seite einfach schließen.
  • 02Sichtbar wird nur, was beide sagen. Einseitige Antworten erfährt niemand, auch die andere Person nicht.
  • 03Wenn es auf beiden Seiten steht, bekommt ihr den Kontakt. Wenn nicht, hattest du einen guten Abend und hast die Bilder. Niemand erfährt, dass er nicht gewählt wurde.
Frame 003Hinter der Kamera
Frame 008Davor

Beide haben ja gesagt · niemand sonst erfährt, dass gefragt wurde

Manche treffen hier einen Partner. Viel mehr treffen jemanden, mit dem sie weiter zusammenarbeiten, oder vier Leute, denen sie am Montag schreiben. Alle drei sind ein guter Abend.

07Öffentlich gebaut

Das hier gibt es noch nicht.

Es hat noch kein Walk stattgefunden. Es gibt keine Tickets. Auf dieser Seite sind keine Fotos von Teilnehmenden, weil es noch keine gibt. Fremde von einer Bilddatenbank hierherzusetzen wäre die erste Lüge eines Projekts, in dem es um echte Begegnungen geht.

Alles hier unten ist der echte Stand. Er wird angepasst, sobald sich etwas bewegt.

  • 01IdeeFertig
  • 02NameFertig
  • 03GestaltungLäuft
  • 04Diese SeiteLäuft
  • 05Fragen, ob das jemand willOffen
  • 06Route und TerminOffen
  • 07Erster WalkOffen
  • 08Hat es gematchtOffen

Wärst du beim ersten dabei?

Frame sichern

10 von 10 frei

15 Euro · Platz ist dann deiner · ohne Druck

  • Du meldest dich für einen Fotowalk an. Mehr wird nicht von dir erwartet.
  • Sag dazu, ob du hinter oder vor die Kamera willst, und ob du Frau oder Mann bist. Beides muss aufgehen.
  • Es gibt noch keinen Termin. Du würdest ihn mit aussuchen.
  • Der Walk kostet 15 Euro. Nicht als Gewinn, sondern damit die zehn Plätze auch zehn Menschen sind.
  • Es gibt keine App. Im Moment ist das eine Seite und ein Postfach.
  • Wenn sich weniger als zehn melden, findet er nicht statt, und das wird auch so gesagt.

08Mitbauen

Drei Sachen fehlen noch. Such dir eine aus.

Das hier soll kein Abend werden, den einer veranstaltet und neun besuchen. Es soll ein Rezept werden, das in jeder Stadt funktioniert · und drei Zutaten davon stehen noch nicht fest. Wer eine davon mitentscheidet, war dabei, bevor es das gab.

  • 01

    Die Frage auf der Rückseite

    Auf jeder Karte steht eine Frage, in jeder Runde dieselbe. Sie ist der Eisbrecher, damit niemand Smalltalk erfinden muss. Welche Frage das ist, steht noch nicht fest. Sie muss zu zwei Fremden passen, die gerade zusammen ein Bild machen, und darf nicht nach Bewerbungsgespräch klingen.

    Frage vorschlagen
  • 02

    Die Route durch Berlin

    Vier Stationen, eine pro Runde, fußläufig, mit Licht am Ende. Bekannte Ecken und welche, an denen man sonst vorbeiläuft. Wo genau, steht noch nicht fest. Wer Berlin mit der Kamera kennt, kennt Stellen, die auf keiner Liste stehen.

    Eine Station vorschlagen
  • 03

    Die zweite Stadt

    Das Format ist überall gleich: zehn Menschen, vier Runden, die Rotationsregel, die Karte. Lokal sind nur Route, Sprache und der Mensch, der den Abend führt. Wer das in seiner Stadt machen will, bekommt das Rezept · nicht als Lizenz mit Vertrag, sondern weil es sonst nie ein Format wird. Ehrlich vorweg: an einem Abend mit zehn Plätzen zu 15 Euro verdient niemand etwas. Was du bekommst, sind zehn Menschen, die dich und deine Arbeit einen Abend lang erlebt haben.

    Eine Stadt übernehmen

Es gibt keine Gruppe, keinen Kanal und keinen Newsletter, in den du hier eintrittst. Im Moment ist das eine Seite und ein Postfach. Wenn genug zusammenkommt, dass ein Ort dafür Sinn ergibt, steht er hier · vorher wäre er leer.